Die Todesparade

Wir drücken unser aufrichtiges Beileid allen denen aus, deren Angehörige oder Freunde, auf der Love Parade, der sog. Parade der Liebe, in unserer Stadt verstorben sind.

Wir trauern um die Menschen, die zu dieser Veranstaltung, wo sie nach Spaß und Vergnügen suchten, und dann doch einen schrecklichen Tod fanden, angereist sind. über fünfhundert Menschen sind verletzt, Tausende aber sind traumatisiert und geschockt. Die für die Parade Verantwortlichen nennen sie ein friedliches Fest des Lebens, wo die Jugendlichen feiern können. Doch in Wirklichkeit ist dies eine bewusste Lüge.

Das, was jahrelang auf dieser Veranstaltung geschah, war eine Hysterie der von Alkohol und Drogen betäubten, durch unbeschreibliche Ausschweifung verrückt gewordenen Menschen. Ein Ort, wo zum Takt der - den Verstand benebelten Musik - halbnackte Körper in eine sexuellen, kosmische Trans verfallen und in den Parks und hinter nebenstehenden Häusern sexuelle Orgien gefeiert werden. Die Stadt taucht in diesen Wahnsinn ein. Die ganze Nacht durch, eilen Rettungswagen und Polizeiwagen an den Fenstern vorbei, im Nachthimmel dröhnen die Hubschrauber… Am nächsten Morgen sieht die Stadt wie ein großer Müllhaufen aus, den man aufräumen muss.

Wer braucht das und warum? Einige sehnten sich nach Geld, andere nach Ruhm und Ehre und jemand hatte an dem Leid der Menschen Spaß gefunden. Als ob eine verhängnisvolle und abscheuliche Stimme verkünden würde: „Vergnüge dich, Mensch, trinke den süßen Kelch deiner Begierden, trinke bis zur vollen Betäubung, bis zur Bewusstlosigkeit. Und wenn du den Verstand verlierst, dann hole ich dein Leben von dir! Obwohl dies auch mir zu wenig ist: ich hole auch diejenigen, die an deiner Ausschweifung keine Schuld haben, sondern nur zuschauen, wie deine Seele sich mit den Sünden berauscht. Diejenigen die da sind um dich in ihren Herzen zu unterstützen. Ich werde sie sogar vor dir holen. Hahaha!!!“

„Wo war Gott?“, diese Frage werden wieder tausende von Menschen an die Gläubigen stellen.

„Gott war nicht da, nicht an diesem Ort!“, diese Antwort können wir geben.

Ich bin zur Love Parade gekommen, um den Menschen Traktate über die wahre Liebe Gottes zu geben. So bin ich auf diese Veranstaltung am 24.Juli 2010 gelangt. Ich stand auf der Ostseite, zusammen mit einigen tausenden passiven Zuschauern, und beobachtete die Geschehnisse um mich herum. Als ich den Menschen die Traktate über die Liebe Gottes anbot, wunderten sie sich, doch sobald sie erfuhren, dass die Traktate über Gott waren, gaben sie sie zurück. Die Menschen wollten einen anderen „Gott“ – Spaß und Sex. Der liebende Gott der Vater war dort nicht, er war auch dort nicht, wo die Love Parade früher stattgefunden hatte.

Warum ist das in Duisburg passiert? Wer ist daran schuld? Nein, nicht die Polizei und nicht der enge Tunnel sind schuld daran. Schuld daran sind diejenigen, die es ausgedacht haben und diejenigen, die diese Veranstaltung erlaubt haben ganz offiziell durchzuführen. Schuld sind auch die Eltern, die es ihren Kindern erlaubt haben dorthin zu gehen, womöglich haben sie sich auch nicht dafür interessiert, dass die Veranstaltung unsittlich und sogar gefährlich ist. Schulen und Universtäten sind schuld daran, dass sie solche Veranstaltungen nicht nur dulden, sondern auch fördern. Diejenigen aber, die sich dagegen äußern und zumindest zur Moralerhaltung aufrufen, geraten unter Druck und werden möglicherweise offizielle Außenseiter.

Furchterregend ist es, dass über den Wahnsinn dieser Veranstaltung man nur dann nachdenklich geworden ist, als Menschen gestorben sind. Weder die Demonstrationen der ökologen noch die Verlegung der Love Parade aus Berlin unter großem Applaus der Stadtbewohner, konnten die Love Parade aufhalten. Nach 21 Jahren seit der ersten Love Parade hat der Tod von 21 Menschen unter Tränen und Schmerz dazu gezwungen, damit aufzuhören. Denn ein Unglück ist nicht zu vermeiden, wenn der Mensch von den von Gott gegebenen Prinzipien abweicht.

„Wehe denen, die Böses gut und Gutes böse nennen, die Finsternis zu Licht und Licht zu Finsternis erklären, die Bitteres süß und Süßes bitter nennen!  Wehe denen, die in ihren eigenen Augen weise sind, und die sich selbst für verständig halten! Wehe denen, die Helden sind im Weintrinken und tapfer im Mischen von berauschendem Getränk; die dem Gottlosen Recht geben um eines Bestechungsgeschenkes willen, aber dem Gerechten seine Gerechtigkeit absprechen! Darum, wie die Feuerzunge Stoppeln frisst und dürres Gras in der Flamme zusammensinkt, so wird ihre Wurzel wie Moder werden und ihre Blüte wie Staub auffliegen; denn sie haben das Gesetz des Herrn der Heerscharen verworfen und das Wort des Heiligen Israels verachtet.“ (Jesaja 5, 20-24)